AVIDATXL - AVIDAT für EXCEL

für Windows 95, 98, 2000, NT, XP, jedoch nicht für Windows Vista

©2001-2009 Walter Bäumler, Am Forstgarten 1, D-82284 Grafrath

Ein Programm für avifaunistische Aufnahmen, wie z.B. Nisthöhlenkontrolle


Diese Programmbeschreibung können Sie auch als PDF-Datei herunterladen AvidatXL.pdf

Allgemeines

Unterschiede zu AVIDAT-DOS

AVIDATXL installieren

AVIDATXL de-installieren

AVIDATXL starten

Import von AVIDAT-Dateien (DOS)

Abkürzungen

Beispiel

Sonderzeichen

Mehrfachbelegungen

Abgängige, beschädigte und neue Nisthöhlen

Bruterfolg

Bebrütetes oder nicht bebrütetes Gelege

Weitere Symbole

Tabellen im Programm AVIDATXL

Die Tabelle der Abkürzungen

Die Tabelle der Aufnahmen

Organisation der Tabelle der Aufnahmen

Auswertungen

Grafik

Bezug von AvidatXL und anderen Programmen



 

Allgemeines

AVIDAT und AVIDATXL wurden für die Auswertung der Nisthöhlenkontrolle entwickelt. Beide Programme sind Tabellenkalkulationen. Sie generieren aus einer Aufnahmetabelle verschiedene Ergebnistabellen. AVIDAT ist lauffähig unter DOS, die neuere Anwendung AVIDATXL wurde für EXCEL entwickelt und ist wesentlich umfangreicher bzw. flexibler als AVIDAT.

Das Kartenprogramm MAPPER ergänzt diese beiden Programme und kann mit diesen Tabellenkalkulationen zusammenarbeiten. Mit MAPPER können beispielsweise Verbreitungskarten erstellt, Flächengrößen, Entfernungen und verschiedene Parameter einer Tierpopulation berechnet werden. (Hinweis: Für AVIDAT und MAPPER ist jeweils eine eigene Anleitung erhältlich.)

Im folgenden wird das Programm AVIDATXL beschrieben.

Unterschiede zu AVIDAT-DOS

Im Gegensatz zu AVIDAT ist eine individuelle Gestaltung des Aufnahmeblatts und eine freie Wahl der Abkürzungen nach eigenen Vorstellungen möglich. Im Programmpaket sind jedoch Muster als Vorschläge für die Aufnahmen enthalten, z.B. die Datei MUSTER.XLS. Mit AVIDATXL können z.B. auch Aufnahmen im Frühjahr während der Brutperiode, oder andere Tierpopulationen erfaßt werden.

AVIDATXL installieren

Öffnen Sie den Ordner AVIDATXL auf der CD. Starten Sie das Programm SETUP.EXE und folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm.

AVIDATXL de-installieren

Das Programm AVIDATXL kann wie andere WINDOWS-Anwendungen wieder entfernt werden. Gehen Sie dabei wie folgt vor.

Anmerkungen: Bei der Installation des Programms wird im Verzeichnis der Anwendung die Datei ST6UNST.LOG angelegt. Anhand dieser Datei kann WINDOWS feststellen, welche Dateien bei der Installation von AVIDATXL angelegt wurden. Diese Dateien werden bei der De-Installation wieder entfernt, sofern sie nicht von anderen Programmen weiterhin benötigt werden.

Windows geht beim Entfernen von Dateien und Programmen sehr konservativ vor. Sofern Dateien nach der Installation des Programms in irgend einer Weise verändert wurden, werden Sie bei der De-Installation nicht automatisch von Windows entfernt. Entfernen Sie diese Dateien nach einem entsprechenden Hinweis von Windows manuell.

AVIDATXL starten

Beim Start von AVIDATXL unter WINDOWS wird EXCEL automatisch geladen. Sie können ein Muster bzw. die Datei MUSTER.XLS oder eine andere Arbeitsmappe laden. Die Arbeitsmappe muß mindestens zwei Tabellen enthalten: Eine Tabelle namens Abkürzungen und eine Tabelle Aufnahmen. AVIDATXL sucht diese beiden Tabellen in der aktuellen Arbeitsmappe, wenn die Aufnahmen sortiert bzw. ausgewertet werden.

Import von AVIDAT-Dateien (DOS)

Bereits vorhandene AVIDAT-Quelldateien mit der Endung *.SRC können in AVIDATXL importiert werden und mit diesem neueren Programm weiter verarbeitet werden. Zu diesem Zweck öffnen Sie in AVIDATXL (nicht in EXCEL!) das Menü Datei importieren.

Abkürzungen

Es hat sich allgemein eingebürgert und bewährt, bei den Aufnahmen im Gelände bestimmte Abkürzungen zu verwenden. Findet man beispielsweise bei der Herbstkontrolle in einer Nisthöhle das Nest einer Meise mit 2 nicht erbrüteten Eiern, so kann man im Aufnahmeblatt M2E notieren. Die Tierart bzw. das Hauptsymbol M und das ergänzende Symbol nE sind in der Tabelle der Abkürzungen definiert, wobei n für eine beliebige Zahl steht, die dem betreffenden Symbol vorangestellt wird. An ein Hauptsymbol können beliebig viele ergänzende Symbole ohne Leerzeichen und ohne Interpunktion angehängt werden. In einer Nisthöhle wurde bei der Kontrolle im Frühjahr beispielsweise das Nest eines Kleibers mit 3 geschlüpften Jungen, 1 totem Nestling und 4 noch nicht geschlüpften Eiern vorgefunden. Der Eintrag in das Aufnahmeblatt könnte folgendermaßen lauten: KL3J1JT4E. Es ist gleichgültig, in welcher Reihenfolge die ergänzenden Abkürzungen nach dem Symbol aufeinanderfolgen. Alle verwendeten Symbole müssen jedoch in der Tabelle der Abkürzungen aufgeführt sein. Bei der Auswertung liest AVIDTXL zunächst die Tabelle der Abkürzungen, sortiert die Symbole nach ihrer Länge und vergleicht sie mit jedem Eintrag in der Tabelle der Aufnahmen. Sofern eine Übereinstimmung gefunden wird, kann der Eintrag ausgewertet werden, andernfalls erhalten Sie für den entsprechenden Eintrag eine Fehlermeldung.

Anhand der Definitionen in der Tabelle der Abkürzungen kann AVIDATXL z.B. den Ausdruck KL3J1JT4E in die Komponenten KL - 3J - 1JT - 4E zerlegen, interpretieren und einordnen. Bei der Auswertung wird die Anzahl der KL, sowie die Zahl der nE, nJ usw. für diese Art zusammenaddiert. Nach diesem Muster können auch die anderen Einträge in der Tabelle der Aufnahmen analysiert werden. Aus dieser Aufschlüsselung nach Arten und ergänzenden Angaben können dann die verschiedenen Ergebnistabellen erstellt werden.

Beispiel:

Starten Sie AVIDATXL und laden Sie die Arbeitsmappe MUSTER.XLS. Bewegen Sie den Mauszeiger auf die Schaltleiste Auswerten ganz unten im AVIDAT-Fenster und drücken Sie die linke Maustaste. AVIDAT liest nun zunächst die Tabelle der Abkürzungen aus der aktuellen Arbeitsmappe MUSTER.XLS ein, vergleicht die Abkürzungen mit den Einträgen in der Tabelle Aufnahmen und erstellt für die erste Spalte der Aufnahmen eine neue Tabelle mit dem Namen Detail. Diese Aktion entspricht der Voreinstellung von AVIDATXL. Diese Einstellungen können Sie für weitere Auswertungen entsprechend Ihren Wünschen abändern, wie weiter unten beschrieben wird.

Zunächst sehen Sie in der Tabelle Detail, wie AVIDATXL die Aufnahmedaten der Nisthöhlenkontrolle sortiert und auftrennt. Diese Tabelle ist die Grundlage für die weiteren Berechnungen, die AVIDATXL durchführen kann. Deshalb wird die Tabelle Detail in vielen Fällen bei der Auswertung automatisch erzeugt.

 

Sonderzeichen

Das Pluszeichen + und das Komma , haben eine besondere Bedeutung.

Mehrfachbelegungen mit + verbinden

Ganz allgemein hat sich eingebürgert, ein + (Pluszeichen) für Mehrfachbelegungen einer Nisthöhle zu verwenden. Eine Nisthöhle kann im Verlauf eines Jahres von verschiedenen Bewohnern genutzt werden. Anhand des eingetragenen Nistmaterials oder anderer Indizien, wie z.B. den noch vorhandenen Eiern kann man erkennen, welche Tierarten die betreffende Nisthöhle genutzt haben. Bei der Nisthöhlenkontrolle im Herbst findet man beispielsweise in der untersten Schicht ein Kleibernest aus Rindenstückchen, darüber befindet sich ein aus Moos bestehendes Nest einer Meise mit zwei übrig gebliebenen nicht erbrüteten Eiern. Darüber hängt eine Fledermaus im Giebel der Nisthöhle. In die Tabelle der Aufnahme trägt man dann in der entsprechenden Reihenfolge folgendes ein: KL+M2E+FL.

Abgängige, beschädigte und neue Nisthöhlen

können mit den Symbolen AB und NEU in das Aufnahmeblatt eingetragen werden. Diese Symbole betreffen nicht die Nisthöhlenbewohner, sondern den Zustand der Nisthöhle. Beide Abkürzungen können mit einem Komma mit einer Eintragung bzw. Belegung der Nisthöhle verbunden werden, z.B. M3E,AB oder L,AB.

AB bedeutet, daß die Nisthöhle abgängig bzw. beschädigt ist und gegebenenfalls erneuert werden sollte. Eine abgängige Nisthöhle kann aber unter Umständen noch belegt oder belegbar sein. Möglich sind beispielsweise folgende Eintragungen ins Aufnahmeblatt:

AB = Die Nisthöhle ist abgängig und nicht mehr bruttauglich. Sie wird bei der Berechnung der Belegungsprozente nicht berücksichtigt.

AB,BL oder BL,AB = In der Nisthöhle hat ein Baumläufer gebrütet. Sie ist jedoch beschädigt und sollte gegebenenfalls ausgewechselt werden.

AB,L oder L,AB = Die Nisthöhle ist beschädigt und leer, aber noch bruttauglich. Bei der Berechnung der Belegungsprozente wird die Nisthöhle mitgezählt.

In ähnlicher Weise wird das Symbol NEU verwendet, wie folgende Beispiele verdeutlichen:

NEU = Die Nisthöhle ist neu. Ein Vogel konnte darin aber noch nicht in brüten, da sie beispielsweise erst nach dem Ende der Brutzeit im Juni aufgehängt wurde. Sie wird für alle Berechnungen der Belegungen vom Programm nicht berücksichtigt.

NEU,FS oder FS,NEU = In einer neu ausgebrachten Nisthöhle hat ein Fliegenschnäpper gebrütet.

NEU,L oder L,NEU = Die Nisthöhle wurde rechtzeitig vor dem Brutbeginn im zeitigen Frühjahr ausgebracht, sie blieb jedoch leer. Eine Belegung wäre möglich gewesen. Deshalb wird die Nisthöhle für alle Berechnungen ebenso wie im vorherigen Fall einer erfolgreichen Belegung mitberücksichtigt.

In der folgenden Abbildung ist dargestellt, wie diese Symbole in der Tabelle der Abkürzungen definiert sind.

Bruterfolg

Eine erfolgreiche Vogelbrut kann man bei der herbstlichen Nisthöhlenkontrolle am Zustand des Nestes erkennen. Die Federn der heranwachsenden Nestlinge wachsen in feinen blutgefüllten Hornscheiden heran. Wenn die Federn voll ausgebildet sind, trocknen diese Blutkiele aus. Sie reißen auf, damit sich die neue Feder entfalten kann und zerfallen zu kleinen, silbrig glänzenden Hornschuppen. Diese Schuppen sammeln sich im Nestboden als feiner Belag, der wie silberglänzender Staub aus dem Nest herausfällt, wenn man das trockene Nestmaterial aus der Nisthöhle herausnimmt und etwas ausschüttelt. Diese Hornschuppen sind ein sicheres Indiz dafür, daß sich Nestlinge in dem betreffenden Nest entwickelt haben und ausgeflogen sind. Somit war die Brut erfolgreich, auch wenn Überreste von toten Jungvögeln gefunden werden. Tote Jungvögel sind kein Beweis für eine erfolglose Brut. Es ist auch bei einer erfolgreichen Brut normal, daß nicht alle Jungvögel ausfliegen.

Ein weiteres Indiz für eine erfolgreiche Brut ist ein verdichtetes Nest mit einem niedergetretenen Nestrand. Die Jungvögel beginnen einige Tage vor dem Ausfliegen mit Flugübungen. Bei diesem Training versuchen die Nestlinge flatternd vom Nest zum Flugloch zu springen. Dabei wird das Nestmaterial zusammengetreten und die Nestmulde verschwindet allmählich. Das gesamte Nest wird flach und verdichtet. Außerdem wandern die Federschuppen allmählich zum Nestboden.

Beide Indizien, Federschuppen und ein niedergetretenes Nest lassen also unschwer erkennen, ob eine Brut erfolgreich war oder nicht. Bei einer erfolglosen Brut, ist das Nest nach der Brutsaison relativ locker, Nestmulde und Nestrand sind deutlich zu erkennen. Im Nestboden sind keine Federschuppen vorhanden. In diesem Fall hängt man das ergänzende Symbol N an das Hauptsymbol an, also z.B.

TMN = Tannenmeise, nur Nest, kein Bruterfolg

BMN3E oder BM3EN = Blaumeisennest mit 3 nicht erbrüteten Eiern, ohne Bruterfolg.

In der Tabelle der Abkürzungen sind also folgende Symbole definiert:

  

Bebrütetes oder nicht bebrütetes Gelege

Bei der Kontrolle im Frühjahr kann man ganz einfach erkennen, ob ein Gelege noch nicht vollständig ist oder

bereits bebrütet wird. Nicht bebrütete Eier fühlen sich eiskalt an, bebrütete Eier sind dagegen warm, manchmal sogar fast heiß. Ein noch nicht bebrütetes Gelege ist in der Regel noch unvollständig, ein bebrütetes dagegen in den meisten Fällen vollständig. Wenn man die Schlüpfrate oder die Ausflugrate bestimmen will, muß man wissen, ob ein Gelege bereits vollständig oder noch unvollständig ist.

In der Regel legt ein Vogelweibchen jeden oder jeden zweiten Tag ein Ei und deckt das noch unvollständige Gelege mit etwas Nestwolle bzw. einigen Federn ab. Mit dem Brüten beginnen die Vögel erst dann, wenn ein Gelege nach ihrer Meinung vollständig oder nahezu vollständig ist. Auf diese Weise wird eine Synchronisierung des Schlüpftermins erreicht. Das bedeutet: Alle Nestlinge schlüpfen zum gleichen Termin. Das ist zwingend notwendig. Es ist nämlich für die Vogeleltern nicht möglich, zu brüten und gleichzeitig bereits geschlüpfte Jungen zu füttern. In diesem Fall würden entweder die noch nicht geschlüpften Eier erkalten, oder die bereits geschlüpften Nestlinge verhungern. Nach Möglichkeit sollten also sämtliche Nestlinge zum gleichen Zeitpunkt schlüpfen. Ein Gelege wird demzufolge erst dann bebrütet, wenn es vollständig ist.

Es wird vorgeschlagen, in diesem Fall folgende ergänzende Abkürzungen zu verwenden:

nEK = Anzahl der Eier, noch kalt, nicht bebrütet, bzw. noch unvollständig.

nEW = Anzahl der Eier, Gelege warm, bereits bebrütet, bzw. vollständig.

Beispiel:

ZK6EK = Gelege des Zaunkönigs mit 6 kalten, bzw. noch nicht bebrüteten Eiern. Das Gelege ist somit noch nicht vollständig

GR5EW = Gelege des Gartenrotschwanzes mit 5 warmen bzw. bereits bebrüteten Eiern. Das Gelege ist demnach vollständig. Wenn später 4 frisch geschlüpfte Jungvögel in diesem Nest vorgefunden werden, beträgt die Schlüpfrate 100*4/5 = 80%. Die Ausflugrate kann man auf die Zahl der geschlüpften Nestlinge oder auf das vollständige Gelege beziehen. Es macht jedoch keinen Sinn, die durchschnittliche Gelegegröße, die Schlupfrate oder die Ausflugrate auf ein unvollständiges Gelege zu beziehen.

Weitere Symbole

Sie können beliebige Symbole mit Ausnahme der Sonderzeichen + (Plus) und , (Komma) frei wählen, in die Tabelle der Abkürzungen hineinschreiben, bzw. die Tabelle der Abkürzungen in der Datei MUSTER.XLS entsprechend Ihren Vorstellungen abändern und anschließend für die Notierung der Nisthöhlenkontrollergebnisse in der Tabelle der Aufnahmen verwenden.

Die Tabelle der Abkürzungen in der Arbeitsmappe MUSTER.XLS enthält einige Vorschläge. Bedenken Sie jedoch folgendes, wenn Sie die Abkürzungen abändern: Für ein landesweites Vogelmonitoring, an dem in Bayern z.B. mehr als 100 Teilnehmer mitarbeiten, wird es sehr schwierig, die Ergebnisse zusammenzustellen, wenn jeder Teilnehmer die Aufnahmen individuell mit speziellen eigenen Symbolen durchführt. Zumindest sollten Sie Ihre eigenen Symbole in der Kommentarspalte der Tabelle der Abkürzungen gut erklären, damit jeder weiß, was mit den verwendeten Abkürzungen gemeint ist.

In der Tabelle der Aufnahmen können Sie außerdem neben jeder beliebigen Spalte eine oder mehrere Kommentarspalten einfügen, in die Sie völlig frei und unschematisch Bemerkungen zu einigen oder allen Aufnahmen hineinschreiben können. Diese Bemerkungen können zwar nicht für die schematisierte quantitative Berechnung der Ergebnisse, aber für eine qualitative Beurteilung der Aufnahmen verwendet werden.

Tabellen im Programm AVIDATXL

Jede Arbeitsmappe muß mindestens zwei Tabellen enthalten: Eine Tabelle der verwendeten Abkürzungen und eine Tabelle der Aufnahmen. Beide Tabellen können Sie in der Datei MUSTER.XLS ansehen und als Ausgangspunkt Ihrer eigenen Aufnahmen wählen.

Bei der Auswertung liest AVIDATXL zuerst die Abkürzungen in der gleichnamigen Tabelle ein und vergleicht damit alle Einträge in der Tabelle 'Aufnahme'. Daraus kann AVIDATXL in EXCEL verschiedene Zusammenstellungen und Übersichtstabellen erstellen, die Sie weiterverarbeiten können.

Die Tabelle der Abkürzungen

Alle verwendeten Abkürzungen müssen in der Tabelle der Abkürzungen aufgelistet und definiert sein. Wenn Sie Abkürzungen verwenden, die nicht in der Tabelle der Abkürzungen aufgeführt sind, erhalten Sie eine Fehlermeldung. Dies ist notwendig, um Fehler bei der Dateneingabe, wie z.B. Tippfehler aufzudecken.

Sie können neue Abkürzungen in die Tabelle der Abkürzungen hineinschreiben oder bereits vorhandene löschen bzw. abändern und diese Abkürzungen dann anschließend in der Tabelle der Aufnahmen verwenden.

Die Tabelle der Aufnahmen

Die Ergebnisse der Nisthöhlenkontrolle werden in die Tabelle der Aufnahmen hineingeschrieben. Bei der Auswertung versucht AVIDATXL zunächst eine Verbindung zur aktuellen Arbeitsmappe in EXCEL herzustellen. Wenn Sie die Auswertung starten, liest das Programm die Tabelle der Abkürzungen ein und beginnt dann die Tabelle der Aufnahmen zu analysieren.

Dabei sucht AVIDATXL alle Spalten mit der Überschrift Aufnahme in der ersten Zeile. Eine Tabelle der Aufnahmen kann beliebig viele Aufnahmespalten enthalten, z.B. eine Spalte der Aufnahmen im Frühjahr 2000, eine für den Herbst 2000, eine weitere für das Frühjahr 2001 usw.. Vor, nach und zwischen den Aufnahmespalten können beliebig viele andere Spalten stehen, die andere Einträge wie z.B. Kommentare oder Parameter enthalten.

Alle Aufnahmespalten erscheinen im Auswahlfenster von AVIDATXL, sofern das Programm mit der aktuellen Arbeitsmappe verbunden ist. Wenn im Auswahlfenster von AVIDATXL keine Aufnahmen angezeigt werden, so ist AVIDATXL entweder noch nicht verknüpft mit der aktuellen Arbeitsmappe, oder es ist in der Tabelle der Aufnahmen keine Spalte mit der Überschrift Aufnahme vorhanden.

Organisation der Tabelle der Aufnahmen

Als nächstes sucht AVIATXL die Zeile, in der die Daten beginnen. Um das herauszufinden durchsucht das Programm die ersten 20 Zeilen nach der Spaltenüberschrift TYP und nimmt an, daß die Daten in der nächstfolgenden Zeile beginnen. Sie können demzufolge in den Tabellenkopf bis zu 20 Zeilen mit allgemeinen Informationen über die Aufnahmen hineinschreiben, z.B. über das Aufnahmegebiet, die Personen, mit denen die Aufnahmen durchgeführt wurden und andere Bemerkungen. Ändern Sie jedoch nicht das Wort TYP in der Zeile der Spaltenüberschriften, sonst kann AVIDATXL nicht den Anfang der Aufnahmedaten finden und reagiert mit einer entsprechenden Fehlermeldung.

Bei der Auswertung durchläuft dann AVIDATXL das Aufnahmeblatt Zeile für Zeile und versucht die Einträge in der Spalte Aufnahme zu analysieren. Dabei werden die Definitionen in der Tabelle der Abkürzungen berücksichtigt.

Die Nummern in der Spalte Nisthöhle Nummer müssen nicht fortlaufend sein. Sie dienen lediglich zur eindeutigen Identifikation einer Nisthöhle. Am Ende der Einträge muß jedoch in dieser Spalte das Wort Ende stehen, sonst kann AVIDATXL nicht erkennen, in welcher Zeile die Einträge enden. Das Datenblatt kann nämlich auch beliebig viele Leerzeilen enthalten. Sobald AVIDATXL in der ersten Spalte auf das Wort Ende trifft, liest AVIDATXL keine weiteren Zeilen ein und beginnt mit der Zusammenstellung der Ergebnisse.

Sie müssen also im Aufnahmeblatt nur auf drei Dinge achten:

1. Jede Aufnahmespalte muß in der ersten Zeile die Überschrift Aufnahme enthalten.

2. Es muß eine Zeile vorhanden sein, die in irgend einer Spalte als Überschrift das Wort

TYP enthält.

3. Am Ende der Daten muß das Wort Ende in der ersten Spalte stehen.

Anhand dieser Einträge in der Tabelle der Aufnahmen kann sich AVIDATXL im Aufnahmeblatt orientieren, die Spalten und Zeilen der Aufnahmedaten finden und verschiedene Auswertungen durchführen.

Auswertungen

Im Auswahlfenster von AVIDATXL sind die verschiedenen Aufnahmespalten mit der Überschrift 'Aufnahme' aufgelistet. Sie können eine von diesen Aufnahmen für eine Auswertung auswählen, indem Sie den Mauszeiger auf die betreffende Aufnahme im Auswahlfenster setzen und die linke Maustaste niederdrücken. Außerdem können Sie wählen, welche Ergebnistabelle(n) AVIDATXL erstellen soll.

Auswertung starten

Mauscursor ganz unten auf die Schaltleiste

Auswerten

setzen und linke Maustaste niederdrücken.

AVIDATXL beginnt dann die Tabellen der Ergebnisse zu berechnen und zu erstellen gemäß den Einstellung, die Sie im Fenster AVIDATXL gewählt haben.

Die aufgelisteten Belegungsprozente können Sie dann in Excel als Grafik darstellen und ausdrucken oder in einem anderen Dokument verwenden. In der nächstfolgenden Seite ist eine grafische Darstellung der Nisthöhlenbelegung mit den von AVIDATXL berechneten Belegungsprozenten dargestellt. Wie man derartige und andere Grafiken erstellt ist in der Hilfe von EXCEL detailliert beschrieben. Suchen Sie in der Hilfe von EXCEL einfach nach dem Stichwort 'Grafik'.

Beginnen Sie bei der Auswertung immer mit der Tabelle Detail, da die meisten folgenden Auswertung auf diese Tabelle zurückgreifen. Diese Tabelle zeigt außerdem detailliert alle Fehler auf.

Bei der Auswertung wird eine bereits vorhandene gleichnamige Tabelle, die älter ist, gelöscht und dann von AVIDATXL neu angelegt. Wenn z.B. die Tabelle Detail neu berechnet wird, aber eine ältere Tabelle mit dem gleichen Namen bereits existiert, dann wird diese veraltete Tabelle gelöscht und anschließend von AVIDATXL neu erstellt. Bestätigen Sie mit OK, wenn EXCEL bei der Auswertung fragt, ob eine solche Tabelle gelöscht werden darf. Wenn Sie eine ältere Tabelle der Auswertung jedoch behalten wollen, dann benennen Sie diese Tabelle vor der Auswertung mit einem anderen Namen.

Der Benutzer hat die Spalte Aufnahme Herbst 1999 ausgewählt und anschließend die Taste Auswerten gedrückt. Daraufhin hat AVIDATXL die hier gezeigte Zusammenstellung errechnet und in eine EXCEL-Tabelle geschrieben. Mit EXCEL wurde dann aus den errechneten Ergebnissen die Grafik erstellt.

Kartieren der Aufnahmen

Falls Sie Ihre Aufnahmen und Ergebnisse kartieren möchten, können Sie das Programm MAPPER verwenden. AVIDATXL kann mit MAPPER zusammenarbeiten und mit diesem Programm Daten austauschen. Auf diese Weise könen Sie beispielsweise auf einfache Weise Verbreitungskarten der Nisthöhlenbewohner erstellen. Beispiele dazu finden Sie in der Beschreibung von MAPPER. Dieses Kartierungsprogramm ist auf der Programm-CD von AVIDATXL mit enthalten.

Bezug von AVDATXL

Das Programm ist mit zahlreichen Beispielen und einer ausgedruckten Anleitung auf CD (600 MB) gegen einen geringen Unkostenbeitrag erhältlich. Sie können das gesamte Programmpaket AVIDATXL und MAPPER auf CD mit einer ausgedruckten Anleitung und vielen Beispielen
zur kostenlosen Ansicht und Erprobung anfordern.

Walter Bäumler, Am Forstgarten 1, 82284 Grafrath

Tel.: 08141-612, FAX: 08161-714598

oder Tel.: 089-57 00 48 12

Email: baumler@kartieren.de

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