Fläche als Objekt erkennen (vektorisieren)  Digi Symbol in der Taskleiste

Mapper kann jetzt Flächen auf einer Karte, bzw. in einem Bild erkennen und vektorisieren, sodaß die betreffenden Fläche als Objekt manipuliert und verändert, bzw. berechnet werden kann.

Natürlich kann man eine Fläche als Vieleck (Polygon) auch weiterhin freihändig in eine Karte zeichnen, indem man in der Taskleiste das Symbol 'Fläche zeichnen' oder das gleichnamige Menü aufruft. Aber bei einer größeren Fläche, wie z.B. einem See oder einer Kulturfläche mit vielen Windungen und Biegungen der Begrenzungslinie ist es manchmal recht mühsam die gesamte Fläche, mit der Maus 'abzutickern' oder mit gedrückter linker Maustaste paßgenau zu umfahren. Jetzt klicken Sie in der Taskleiste einfach auf das Symbol 'Digi' und anschließend auf die betreffende Fläche in der Karte und Mapper digitalisiert diese Fläche automatisch wie mit einem Zauberstab. Die folgenden drei Bildschirmauschnitte dokumentieren den gesamten Prozess am Beispiel der Waldfläche 'Hartholz', die Mapper erkennen und als Vektorgrafik, bzw. als eigenständiges Objekt darstellen kann.
Screenshot_1Dabei sammelt Mapper zunächst im Umkreis von 10 Pixeln an der angeklickten Stelle die verschiedenen Farben im Inneren der Fläche ein und speichert sie ab. Im hier gezeigten Beispiel kommen am Flächenrand folgende drei Farben vor: Grün, Braun und Schwarz. Weiß ist dagegen nur im Außenbereich vorhanden. In diesem Fall ist es also günstig, die Fläche ganz oben am 'l' oder oben am rechten Arm des 'H' der Beschriftung 'Hartholz' anzuklicken. Dann erscheinen die drei genannten Farben, die charakteristisch sind für das Innere der Fläche, als Flächenfarben im Hilfsfenster (s. Abbildung mitte).  Anschließend fährt Mapper automatisch von diesem Startpunkt auf einer Linie senkrecht nach oben bis ein Farbwechsel (Weiß = Außenbereich) auftritt. Hier beginnt das Programm die Randlinie der angeklickten Fläche im Uhrzeigersinn abzutasten und speichert die gefundenen Randpunkte ab. Die Begrenzungspunkte des Polygons erscheinen auf dem Bildschirm (s. Bildschirmansicht. Mitte). Wenn Sie mit dem sichtbaren Ergebnis nicht einverstanden sind, klicken Sie einfach an einer anderen Stelle nochmals auf die Fläche oder veschieben Sie den Regler 'Farbtoleranz %'. Anstelle der alten Randpunkte erscheinen nun neue Begrenzungspunkte.

Sie können die Abgrenzung der Fläche mit dem Regler 'Farbtoleranz' steuern. Die Begrenzungspunkte liegen innerhalb der Fläche, wenn Sie die Farbtoleranz gering einstellen. Bei hoher Farbtoleranz wandern die Randpunkte in umgekehrter Richtung nach Außen. Bei 'schwierigen' Farbflächen, die nicht einheitlich gefärbt, z.B. gerastert oder nicht deutlich von der Umgebung abgesetzt sind, können Sie durch Auswahl eines geeigneten Startpunktes in der Fläche und einer angepassten Farbtoleranz nach einigen Versuchen vielleicht doch zu einem brauchbaren Ergebnis kommen, wobei man natürlich keine Wunder erwarten darf. Eine Fläche, die farblich nicht eindeutig definiert und abgegrenzt ist, kann Mapper auch nicht als solche erkennen.

Screenshot_2Der verwendete Algorithmus der Randabtastung erkennt keine Inseln in der Fläche, die meistens stören. Wenn beispielsweise ein See in einer Karte beschriftet ist oder Farbflecken enthält, dann wäre jeder Buchstabe dieser Schrift und jeder Farbfleck eine Insel und Sie müssten anschließend diese Inseln entfernen, was häufig ziemlich mühsam ist. Mapper umgeht dieses Problem, indem es ähnlich wie ein Radfahrer den See umrundet und sich dabei immer am Ufer bzw. am Strand orientiert. Geringe Lücken, wie z.B. kleine einmündete Bäche oder Bäume, die den Blick auf das Ufer verdecken, werden dabei überbrückt, sofern sie nicht breiter als fünf Bildpunkte (Pixel) sind.

Achten Sie also in schwierigen Fällen vor allem auf eine saubere und deutliche Randlinie der Fläche. Das Innere der Fläche ist für Mapper  weniger bedeutsam. Klicken Sie auf eine charakteristische Stelle möglichst nahe am oberen Flächenrand. Diese Stelle sollte keine Farben enthalten, die auch außerhalb der Fläche vorkommen, aber alle Farben, die am Rand in der Fläche vorhanden sind. Sie können das überprüfen am Farbmuster 'Flächenfarben' im Hilfsfenster (s. Abb. Mitte).
Screenshot_3Das digitalisierte Polygon (s. nebenstehende Bildschirmansicht) können Sie anschließend einfärben, mustern, korrigieren, verschieben und berechnen und wieder löschen, genau so wie eine frei gezeichnete Fläche.
 
Hinweis: Sie können direkt aus dem Programm Mapper heraus mit dem Menü Karte - Malprogramm öffnen ein Malprogramm aufrufen. Die geöffnete Karte wird automatisch in dieses Malprogramm geladen. Dort können Sie die Randlinie der betreffenden Fläche 'säubern', 'flicken' oder korrigieren. Wenn Sie die verbesserte Karte dann in diesem Malprogramm sichern und das Malprogramm wieder schließen, wird die veränderte Karte anschließend automatisch wieder in das Programm Mapper zurückgeladen und Sie können dann unverzüglich ohne Neustart von Mapper und ohne erneutes Öffnen der Karte weiterarbeiten, bzw. die verbesserte Fläche erneut digitalisieren.   

Ein alternativer Zeilenscan-Modus, der auch Inseln in einer Fläche entdeckt, ist in Vorbereitung, sodaß man in der nächsten Version von Mapper wählen kann zwischen der Randabtastung und der Zeilenscan-Methode.

Hinweis: Flächen können auch nur durch eine Randlinie von der Umgebung abgegrenzt sein. Diese Randlinie muß jedoch mindestens 2 Pixel breit sein.
Fläche 1
Beispiel Fläche 1:
Symbol 'Digi' in der Taskleiste aktivieren.
Farbtoleranz auf einen niedrigen Wert < 10 setzen,
da die Fläche einfarbig (weiß) ist.
Anschließend Mauscursor in die Mitte der Fläche setzen,
und die rechte Maustaste drücken.


Fläche 2      Beispiel Fläche 2:
      Diese Fläche kann nicht vektorisiert werden,
      da die Randlinie zu dünn ist.
      Sie muß mindestens 2 Pixel breit sein.



Fläche 3
Beispiel Fläche 3:
Inseln oder Zeichen in einer Fläche stören nicht,
Sie müssen die Fläche jedoch oberhalb der Schrift anklicken.
Falls Sie den Suchvorgang unter der Schrift starten,
'verfängt' sich der Vektorisierungsprozess in den Zeichen,
da der Suchvorgang vom Startpunkt aus senkrecht nach oben
                                      bis zum Farbwechsel fährt.

Fläche 4Beispiel Fläche 4:
Diese Fläche kann zunächst nicht vektorisiert werden,
da die Randlinie von einem Zeichen geschnitten wird.
Mit einem Malprogramm können Sie auf der Innenseite
der Randlinie einen Teil des Buchstabens 'c' wegradieren
und so einen schmalen weißen Spalt schaffen.
Dann ist der Verlauf  der Randlinie eindeutig und
                                     die Fläche kann wie im Beispiel 3 vektorisiert und gestaltet werden.

Ein Malprogramm wie z.B. MSPAINT können Sie direkt aus Mapper heraus aufrufen bzw. suchen. Die aktuelle Karte wird von Mapper automatisch in das Malprogramm geladen. Nachdem Sie die Karte mit den Malwerkzeugen überarbeitet und gesichert haben, wird die korrigierte bzw. veränderte Karte automatisch wieder in das Programm Mapper zurückgeladen.

Sofern in der Fläche vorhandene Elemente, wie z.B. Text, sichtbar bleiben sollen, müssen Sie das Polygon transparent füllen. Deckende Farben und Muster machen den Hintergrund in der Fläche unsichtbar.

Weitere Informationen:

Mapper Übersicht

Polygone zeichnen und gestalten

Polygon berechnen