Transformer: 4. CSV-Datei erstellen.

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Abb.1: Kolumnen löschen
Bevor wir die Daten in eine CSV-Datei überführen, löschen wir alle überflüssigen Kolumnen. Anschließend fügen wir Kolumnen mit dem in CSV-Dateien üblichen Semikolon (Strichpunkt) als Spalten - Trennzeichen (Separator) ein und füllen dann die Spaltenüberschrift in der 2. Zeile im Kopf des Editors aus. Anschließend können wir die Daten als CSV-Datei sichern und als Tabelle öffnen bzw. in ein Tabellenkalkulationsprogramm wie z.B. Excel importieren oder in die Kartierungsprogramme MAPPER bzw. jMapper.

Eine oder mehrere Kolumnen löschen

Die Zeichenfolge 'V X=' ist in jedem Datensatz, bzw. jeder Zeile an der Position 43-46 vorhanden, aber für unsere Zwecke nicht verwertbar. Dehalb löschen wir diese Kolumnen: Wir markieren diese Kolumnen in der 3. Kopfzeile des Editors mit dem Namen Position. Eine einzelne Kolumne wird mit einem einfachen Mausklick in dieser Kopfzeile an der gewünschten Position markiert. Mehrere Kolumnen kann man auswählen, indem man dabei die Steuerungstaste (STRG) gedrückt hält . Über den markierten Kolumnen steht dann ein ! Ausrufezeichen in der Kopfzeile Position.

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Abb.2: Spalten-Trennzeichen einfügen
Anschließend wählen wir das Menü Bearbeiten - löschen - Kolumne(n) löschen. Mit einem Mausklick auf dieses Menü werden die markierten Kolumnen aus den Daten entfernt. Dabei entsteht keine Datenlücke. Auf die gleiche Weise entfernen wir die überflüssigen Kolumnen mit den Zeichen 'AC A; AN' am Anfang und 'DC 0.12;' am Ende jedes Datensatzes. Was wir nicht benötigen, kann auf diese Weise aus dem Datenpool entfernt werden und wir haben somit keinen störenden Ballast.

CSV-Spalten-Separator einfügen

Die meisten überflüssigen Kolumnen sind aus dem Datenpool entfernt und wir können jetzt Spaltentrennzeichen zwischen den Kolumnen einfügen. Auf diese Weise werden Kolumnen zu Spalten zusammengefasst oder separiert. In einer CSV-Datei werden die Spalten mit einem Semikolon von einander getrennt.

Wir markieren wieder mit einem Mausklick in der 3. Kopfzeile des Editors die Position, an der ein Trennzeichen eingefügt werden soll, z.B. an der Position 25 (s. Abb. 2). und wählen dann das Menü Bearbeiten - Ersetzen.

Das Hilfsfenster Suchen & Ersetzen wird geöffnet (Abb.3).
In das Eingabefeld was? geben wir ein Leerzeichen   ein.
In das Eingabefeld mit tippen wir Leerzeichen, Semikolon, Leerzeichen  ;  ein.
Die Leerzeichen vor und hinter dem Semikolon dienen dazu, die beiden Spalten links und rechts vom Separator etwas weiter auseinander zu rücken, um die Lesbarkeit zu verbessern. In der Kolumne 25 soll also das Leerzeichen durch ein Semikolon und ein Leerzeichen vor und hinter diesem Separator ersetzt werden.

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Abb.3: Spalten-Trennzeichen einfügen
Anschließend klicken wir mit der Maus auf die Schaltfläche Ersetzen. Sofort wird der Separator mitsamt den Leerzeichen an der markierten Position 25 von der ersten bis zur letzten Zeile in die Daten eingefügt. Das Ergebnis ist in der Abb.4 dargestellt.

Besonders wichtig ist dabei, die Informationen im Hilfsfenster zu kontrollieren. Dort sollte ganz am unteren Ende stehen: 0 nicht geänderte Zeilen. Das bedeutet, dass in alle Zeilen der Separator eingefügt wurde. Ist das nicht der Fall, dann steht in den nicht geänderten Zeile an der markierte Position ein anderes Zeichen als das eingegebene, - im vorliegenden Fall also kein Leerzeichen an der markierten Position 25. Diese Zeilen müssen unbedingt überprüft werden. Wenn das Ergebnis nicht den Erwartungen entspricht, kann man auf die Schaltfläche Zurücksetzen klicken und der ursprüngliche Zustand des Datenpools vor dieser Prozedur wird wieder hergestellt (= Reset). Anschließend kann der gesamte mit veränderten Einstellungen wiederholt werden.

Vor dem Einfügen oder Ersetzen eines Zeichens oder einer Zeichenfolge in einer markierten Kolumne kann man auch gezielt überprüfen, ob dort nur ein bestimmtes Zeichen - im vorliegenden Fall ein Leerzeichen - oder noch andere Zeichen vorkommen. Man gibt nur das zu ersetzende Zeichen   ein, setzt ein Häkchen im Feld NOT und klickt dann mit der Maus auf die Schaltfläche Suchen. Im Informationsfeld des Hilfsfensters wird dann aufgelistet, in welchen Zeilen in der markierten Kolumne ein anderes als das gesuchte Zeichen vorkommt (inverse Suche).

Man kann auch das Menü Bearbeiten - Prüfen wählen. In diesem Fall wird aber der gesamte Datenpool mit allen Kolumnen überprüft und nicht eine bestimmte bzw. markierte Kolumne. Die Überprüfung einer einzelnen Kolumne ist natürlich übersichtlicher als der Daten-Check der gesamten Datei.

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Abb.4: Eingefügter Spalten-Separator
Wenn der Separator richtig eingefügt wurde, verfahren wir In gleicher Weise mit den übrigen Spalten. Wir fügen ein weiteres Semikolon mit oder ohne Leerzeichen an den Positionen 6, 13 und 20 ein (Abb. 5). An der Position 38 verfahren wir etwas anders. Dort steht in jeder Zeile das Sonderzeichen ° für Winkelgrad. Es handelt sich dabei um die Windrichtung, wie der Beschreibung des Dataloggers, aus dem die Daten stammen, zu entnehmen ist. Eigentlich ist dieses Sonderzeichen innerhalb des Datenpools unnötig. Dieses Zeichen setzen wir in die Spaltenüberschrift (Abb. 6) und im Hilfsfenster Suchen & Ersetzen geben wir ein ° ersetzen mit  ; . Nach einem Klick auf die Schaltfläche Erstzen steht auch in dieser Kolumne ein Semikolon als Spalten-Separator anstelle des Gradzeichens.

Auf die gleiche Weise ersetzen wir auch die Zeichen N und E in der Kolumne 45 bzw. 57 durch ein Semikolon. Hier handelt es sich um Angaben der Hemisphäre N=Nord für die Breitengrade und E=East(östlich des Null-Meridians) für die Längengrade die jeweils links von diesen Zeichen mit Grad:Minuten:Sekunden angegeben sind. Die Angaben N und E sind hier auch nicht nötig, denn unser Flieger ist niemals südlich des Äquators und auch nicht westlich des Null-Meridians, der durch Greenwich verlauft, geflogen

Wir beschriften noch die Spalten in der 2.Kopfzeile des Editors, wobei die Akürzungen bedeuten:
Datum: wird von rechts nach links gelesen Tag, Monat,Jahr+2000
UTC-Zeit, HüNN = Höhe über Normal Null, Grund = Höhe über Grund, Steig = Steigung in Meter pro UTC-Zeitintervall, WRi° = Windrichtung in Winkelgrad, WStk = Windstärke (Beaufort-Skala), Latitude = Breitengrad, Longitude = Längengrad (beide Werte im GPS-Format). Abschließend können die transformierten Daten dann als CSV-Datei abgespeichert werden (Abb. 6) .

Diese CSV-Datei kann anschließend in ein Tabellenkalkulationsprogramm, wie z.B. Excel oder OpenOffice Calc importiert werden. Außerdem bieten auch die beiden Programme MAPPER und jMapper die Möglichkeit, CSV-Dateien zu importieren. Auf diese Weise kann der Flugverlauf auf einer Karte dargestellt und die Zonen mit der besten Thermik, wo höchste Steigungsraten erzielt wurden, visualisiert werden.

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Abb.5: Spalten-Trennzeichen
Weitere Bearbeitungsmöglichkeiten von Daten mit dem Transformer finden Sie im
Kapitel 5. Blockweise Operationen.

Mit dem Menü Koordinaten - Tabelle öffnen kann man die CSV-Daten im Editor in die eingebaute Tabelle des Transformers laden. Dort können Koordinaten von einem System in ein anderes Koordinatensystem konvertiert werden.
Im Kapitel 6. Koordinaten - Konversion wird dieser Umwandlungsprozess eingehender beschrieben.

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Abb.6: Erstellte CSV-Daten